Ausgabe 2 / 2006 Artikel von Thomas Schollas

David, Adonis, Beckham & Co

Männliche Schönheit im Wandel

Von Thomas Schollas


Am 17. August 1501 sitzt Michelangelo vor einem Marmorblock in seinem Atelier in Florenz.(1) Am Vortag hat ihn Zunft der reichen Wollhändler mit einer Skulptur des David beauftragt. Der 26-Jährige entscheidet sich, einen jungen, sportlichen Mann zu gestalten, der Stärke und Zorn in gleicher Weise ausdrückt. Michelangelos David wird zum Schutzpatron der jungen Republik Florenz – und zum Männlichkeits ideal.

Von Adonis über Herkules bis hin zu den „göttlichen Kerlen“(2) der heutigen Film- und Glamourwelt gibt es viele Ideale von Männlichkeit. Alle sind Kunstprodukte, die wenig mit Jedermann zu tun haben. Gleichwohl prägen sie die Vorstellung, wie ein echter Mann sein sollte. Schönheitsideale sind dabei zeitabhängig und verändern sich stark. Adonis zum Beispiel erfreute sich im 15. Jahrhundert großer Beliebtheit bei den Malern. Wer mit einer Suchmaschine im Internet unter dem Stichwort Adonis sucht, findet Darstellungen aus unterschiedlichen Jahrhunderten. Auffällig ist, wie Adonis im späten 20. Jahrhundert zum Muskelmann wird: Durch den seit den 50er Jahren zunehmenden Konsum von Steroiden und anderen leistungssteigernden Mitteln werden Körper produziert, die in den vorangegangenen Jahrhunderten kein Mensch je gesehen hat. Muskelbepackte Männer und Frauen, wie sie sich Michelangelo niemals hätte vorstellen können.

Der gemachte Mann

Männerbilder werden gemacht, Ideale erzeugt. Die Skulptur des David ist ein historisches Beispiel hierfür; die jungen, muskulösen Männer in Hochglanzmagazinen wie z.B. Men's Health (2004 betrug die gedruckte Auflage 357.3113) sind aktuelle Beispiele. Jugend, Sportlichkeit, Muskel- und Körperkult, kombiniert mit einem sehr aktiven Sexualleben werden hier als das erstrebenswerte Männerideal präsentiert. Die auch bei Männern wachsende Zahl von Schönheitsoperationen (2003 ca. 70.000)(4) sind ebenso eine Folge dieser Bilder wie Essstörungen und die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper. Vieles deutet darauf hin, dass Männer sich zunehmend dem Diktat des künstlichen Ideals unterwerfen.(5) Aus Angst vor dem Altern setzen sie sich unter Druck, obwohl sie wissen, dass der Prozess des Alterns nicht aufgehalten werden kann.(6)

Ein Paradebeispiel für die Macht der Medien bei der Erzeugung von Schönheitsidealen ist der Typ des sogenannten Metrosexuellen, als dessen Prototyp der Fußballer David Beckham gilt.(7) Das Fußballspielen, die Frau an seiner Seite und der millionenschwere Marktwert weisen ihn per se als Mann aus. Da ist es ihm dann auch erlaubt, mit seinen weiblichen Seiten zu spielen und eine gewisse Androgynität zur Schau zu stellen. Allerdings: „Der Metrosexuelle liebt vor allem sich selbst.“(8) Mit David Beck ham wird ein Männertypus präsentiert, der die Verwendung von Kosmetik- und Schönheitsprodukten für Männer propagiert und damit ein weltweites, milliardenschweres Geschäft fördert.

Am Beispiel von Beckham und den Männerbildern der Fitnessmagazine wird deutlich, dass der äußerliche Schönheitskult eng verbunden ist mit der Macht von Konzernen, insbesondere der Pharma- und Kosmetikindustrie. Die künstlich erzeugten Bilder haben auch eine enorme politische Bedeutung: Weltweit vermarktet, propagieren sie einen westlich-konsumorientierten Lebensstil und erheben ihn zum Ideal. Männlichkeitsvorstellungen, wie sie zum Beispiel in muslimischen Gesellschaften gelebt werden, geraten dadurch ins Abseits bzw. werden im Westen als überkommen entwertet. Wo diese unterschiedlichen Lebensstile gleichzeitig gelebt werden, wie auch in Deutschland, kann es zu massiven Spannungen kommen.

Dass es unterschiedliche Formen von männlichen Lebensstilen gibt, schließt nicht aus, dass bestimmte Männerbilder als idealtypisch-männlich gelten und eine gewisse Norm für alle anderen, parallel gelebten Formen von Männlichkeit setzen. Die jeweilige Leitvorstellung verändert sich kontinuierlich.
In unserer Gesellschaft war bis 1945 der soldatisch-ritterliche Typus das vorherrschende Leitbild.(9) Gab es in der Weimarer Zeit noch Nischen für andere Formen von Männlichkeit, so idealisierte der Nationalsozialismus den harten, soldatischen Mann: „Hart wie Kruppstahl, zäh wie Leder“. Abweichende Formen von Männlichkeit wurden verfolgt, viele Homosexuelle in Konzentrationslagern ermordet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dieses Männerbild abgelöst von Bildern des soliden, erfolgreichen Geschäftsmannes, später des erfolgreichen Brokers, der an den Börsen dieser Welt zuhause ist. Erfolg und Geld, gepaart mit einem gepflegten Äußeren, sind die Pfeiler dieses Männlichkeitstypus.

Heute lassen sich in unserer Gesellschaft Formen von Männlichkeiten erheben, die in unterschiedlichen Subkulturen gelebt und dort zum Leitbild werden können. So erzählte mir kürzlich ein Strafgefangener, dass er stolz darauf sei, neun Kinder mit acht Frauen zu haben. Seinen Selbstwert als Mann definiert er über seine Potenz und die Fähigkeit, Frauen zu erobern. In der Subkultur „Gefängnis“ wird er damit als Mann akzeptiert und anerkannt. Die entscheidende Frage ist, welche Macht das jeweils vorherrschende Bild auf reale Männer und Frauen ausübt: Wie stark ist der Anpassungsdruck – und wie geht eine Gesellschaft mit abweichenden Lebensformen und Entwürfen um?

Kein Mann so schön wie Absalom

Wenn ich jetzt auf die biblische Überlieferung schaue, nehme ich die Frage des Männlichkeitsideals auf: Lässt sich auch in der Bibel ein vorherrschendes Männerideal finden, vielleicht sogar von Anfang an?

In der Schöpfungsgeschichte wird über die ganze Schöpfung gesagt: „Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut“ (1. Mose 1,31). Dieses Urteil gilt auch für Mann und Frau. Das hebräische Wort tow, das Luther mit „gut“ übersetzt, kann auch „schön“ bedeuten. Mann und Frau als Ebenbild Gottes sind schön! Sie müssen sich ihr Schönsein nicht erkaufen oder erarbeiten. In den Augen Gottes sind sie gelungen, sind sie schön.
Schönheit ist im biblischen Sinne also nicht rein äußerlich gemeint, sondern setzt eine Beziehung voraus. Mein Blick nimmt mein Gegenüber als schön wahr. Manchmal sehe ich nur die verborgene Schönheit eines Menschen: Er/Sie ist schön, weil sie in mir etwas anrührt, bewegt. „Das Schönheitsideal ist kein Körper-, sondern ein Verhältnisideal.“(10) Wer das konkreter nachvollziehen möchte, schaue das Hohelied an. Im Sehen kommen das Innere und Äußere zusammen, scheint die Einzigartigkeit der Beziehung zweier Menschen auf, die den anderen, die andere, als schön erleben: „Siehe, mein Freund, du bist schön und lieblich“ (Hld 1,16). „Du hast mir das Herz genommen, meine Schwester, liebe Braut, du hast mir das Herz genommen mit einem einzigen Blick deiner Augen, mit einer einzigen Kette an deinem Hals“ (Hld 4,9).

Männliche Schönheit ist in der Bibel aber nicht nur im Zwischenmenschlichen bedeutsam. Der König ist in Israel der von Gott Gesalbte, und seine herausgehobene Position spiegelt sich auch in der äußerlichen Beschreibung. So werden Männer, die in Israel herrschen oder zum Königshaus gehören, als „schön“ beschrieben: „Es war ein Mann…, der hatte einen Sohn mit Namen Saul; der war ein junger, schöner Mann, und es war niemand unter den Israeliten so schön wie er, eines Hauptes länger als alles Volk“ (1 Sam 9,1f). Auch Sauls Nachfolger David und zwei seiner Söhne gelten als besonders schön: „Und David war bräunlich, mit schönen Augen und von guter Gestalt“ (1 Sam 16,12b; vgl. auch 1 Sam 16,18). „Es war aber in ganz Israel kein Mann so schön wie Absalom, und er hatte dieses Lob vor allen; von der Fußsohle bis zum Scheitel war nicht ein Fehl an ihm“ (2 Sam 14,25). „Adonija war auch ein sehr schöner Mann und war David geboren als der nächste Sohn nach Absalom“ (1 Könige 5, 6).

Diese Männer befinden sich im Zentrum der Macht, allein David aber wird als der von Gott Gesalbte zum Sinnbild „messianischer Qualität“(11). Nicht seine äußere Schönheit, sondern die Gottesbeziehung legitimiert sein Königtum. Saul scheitert trotz der Größe seiner Gestalt, ebenso scheitern die Aufstände Absaloms und Adonijas gegen ihren Vater David, weil sie nicht von Gott erwählt sind. Es gibt in der Bibel demnach auch eine äußerliche Schönheit, die sich an sichtbaren Merkmalen wie Größe, Haaren und Augen festmachen lässt. Wahre Schönheit erwächst jedoch aus der besonderen Gottesbeziehung, Gottesnähe und der Gottesbegegnung, die sich in Beziehungen zwischen Menschen widerspiegelt.

Mit Blick auf die besondere Gottesbeziehung von Männern lässt sich eine Linie vom ersten Schöpfungsbericht über die Begegnung des Mose mit Gott, die sein Gesicht strahlend glänzen lässt, über David bis hin zu Jesus von Nazareth ziehen, von dem Pilatus sagt: „Seht, welch ein Mensch!“ (Joh 19,5). Im gefolterten, gequälten und verhöhnten Jesus scheint eine besondere Schönheit auf, die von dem römischen Statthalter erkannt wird. Sie ist Ausdruck seiner vollendet gelebten Gottesbeziehung. Gott seinerseits lässt Jesus auferstehen und stellt sich damit gegen jede Entmenschlichung eines hässlichen, gequälten Körpers, gegen jegliche Entwertung eines Körpers, der nicht den gültigen Schönheitsidealen entspricht.

Wo Augen dich ansehn

„Wo Augen dich ansehn, entstehst du.“ So beschreibt Hilde Domin die Erfahrung, dass ich erst in den Augen meines Gegenübers schön werde. Es ist ein tieferes Sehen als der bloße Blick auf die äußere Erscheinung. Es ist mehr als der konsumierende Blick auf künstlich geschaffene Ideale. Es ist der sich einlassende Blick auf den Reichtum der ganzen Schöpfung, auf die idealen, die normalen und die schrägen Typen, mit denen ich lebe und die um mich herum leben.

Es ist eine große Chance des 21. Jahrhunderts, dass sich die Spielräume gelebter Männlichkeit erweitert haben. Gesellschaftliche Rahmenbedingungen haben sich verändert, und das Verhältnis der Geschlechter ist so weit aufgebrochen, dass Frauen ihre Lebensweise, vor allem im Beruf, traditionell männlichen Lebensstilen angleichen. Das löst Angst und Unsicherheit bei Männern aus, motiviert aber auch, die eigene männliche Identität neu zu entwerfen. Mit der eigenen Geschlechterrolle zu spielen, Neues auszuprobieren, auch in traditionell weiblich besetzten Bereichen wie Kindererziehung aktiver zu werden, ermöglicht männliche Lebensentwürfe, die tragfähiger sein können als ein auf den Ernährer- und Berufsmann reduziertes Männerbild.

Der „Mann in Beziehung“ ist der „schöne Mann“. Beziehung zu sich selbst, zu einem Partner oder einer Partnerin, zu anderen Frauen und Männern und auch zu Gott. Ein solcher Mann wird Zwänge, die Männlichkeitsideale erzeugen, erkennen und eine im Beruflichen wie Familiären geforderte umfassende Verfügbarkeit zurückweisen. Er wird seine Art zu leben nicht zum Modell für alle machen und sich immer wieder fragen, wo er in seinem Leben von der „patriarchalen Dividende“(12) profitiert. Wenn er in Selbstzweifel gerät, lässt er sich von Gott sagen: „Und siehe, der Mensch ist sehr schön.“ Und du bist es auch.


Für die Arbeit in Gruppen

Der metrosexuelle Mann

Die Frauen werden eingeladen, sich mit einem der Leitbilder von Männlichkeit auseinander zu setzen. Sie reflektieren, ob und wie Männer sich tatsächlich in den letzten Jahren verändert haben.

Ablauf
– Die Leiterin verteilt Kopien des folgenden Textes: Fußballstar David Beckham ist
   stolz auf seinen Einfluss auf das veränderte Männerbild. Er fühle sich geehrt,
   weltweit als der erste metrosexuelle Mann gefeiert zu werden, sagte der
   Engländer der Zeitschrift „Instyle“. „Ich freue mich, wenn ich die Leute inspiriere.“
   Noch vor 10 Jahren habe ein Mann hart wirken müssen, Hautcremes seien da
   tabu gewesen. Heute dagegen sei fast alles erlaubt. „Wenn es so ist, dass ich
  dazu beigetragen habe, Männer zu verändern, bin ich darauf ziemlich stolz“, fügte
   Beckham hinzu. (ARD Teletext S.502, 23.09.2005)
– Impulse für das Gespräch: Was löst der Text bei Ihnen als Frau aus? Teilen Sie die
   Ansicht, dass heute Männern fast alles erlaubt ist? Welcher prominente Mann ist
   für Sie ein „Bild von einem Mann“? Was bewundern Sie an ihm? Welche
   Veränderungen im Männerbild nehmen Sie wahr?

Was finde ich an Männern schön?

Frau wird sich bewusst, welche eigenen Konstruktionen von Männlichkeit sie im Kopf hat.

Ablauf
– Die Frauen bekommen Kopien des Bildes „Männer auf der Bank“ (S. 41; für
   AbonnentInnen zum Herunterladen vorbereitet unter www.ahzw.de/Service). Sie
   sollen annehmen, dass diese Männer schön sind/waren, und sich eine kurze
   Biografie zu jeweils einem der Männer ausdenken: Was kann er erlebt haben? Was
   macht ihn schön?
– Dann treffen sich fünf Frauen (auf einer Bank) und tauschen sich aus: „Was finde
   ich schön an dem Mann, den ich mir ausgesucht habe?“
– Die Zuhörerinnen achten darauf, was über das Thema „Was einen schönen Mann
   ausmacht“ gesagt wird. Sie notieren Stichworte auf Karten, die auf den Umriss
   eines Männerkörpers („Ein schöner Mann“) geheftet werden.
– Auswertungsfragen: Was wird über äußerliche Schönheit gesagt? Welche inneren
   Qualitäten werden benannt? Fehlt diesem schönen Mann etwas?
– Nun kann der schöne Mann ergänzt werden (andersfarbige Karten).
– Auswertungsfragen: Welche Angebote brauchen Jungen, um sich zu einem
   schönen Mann entwickeln zu können?

Bibelarbeit: Hohelied 5,9-16

Frauen lassen sich auf die Liebeslyrik des Hohenlieds ein und vergleichen diese Sprache mit der Art und Weise, wie wir heute von dem/der „schönen Geliebten“ reden. Sie entwickeln eine neue Sprachfähigkeit, die an die bildlich-erotische Sprachtradition des Hohenlieds anknüpft.

Ablauf
– Kurze Einführung: Im Hohelied wird einer erotisch/sexuellen Beziehung von Frau
   und Mann in wunderbaren Bildern Ausdruck verliehen. Hld 5,9-16 ist die
   ausführlichste Beschreibung eines „schönen Mannes“ in der Bibel.
– Die Frauen erhalten Kopien des Textes (siehe S. 40; für AbonnentInnen zum
   Herunterladen im Servicebereich www.ahzw.de vorbereitet). Der Text wird einmal
   in der Gruppe gelesen, dann noch zweimal in Zweiergruppen. Nun tauschen sich
  die Paare aus, welche Bilder sie besonders berührt haben.
– Die Teilnehmerinnen werden eingeladen, ein Bild auszuwählen und es mit einer
   Geste zu illustrieren. Der Text wird danach wieder langsam gelesen. An den
   Stellen, an denen eine Frau eine Geste zu einem Bild entwickelt hat, zeigt sie
   diese; alle wiederholen sie.

Impulse zur Auswertung: Welche Bilder wurden am häufigsten gewählt? Welche gar nicht? Warum sprechen mich heute bestimmte Bilder an?
– Nun werden die Sprachbilder des Textes aufgeteilt, jede Frau soll das, was damals ihrer Meinung nach gemeint war, in ein aktuelles sprachliches Bild übertragen und dafür wiederum eine Geste finden. Anschließend wird der aktualisierte Text aufgeführt, d.h. der „neue Text“ gelesen und mit Gesten ausgedrückt.
Impulse für die Auswertung: Wo berührt mich der aktualisierte Text mehr/weniger als der ursprüngliche? Habe ich ein Bild für meine/n schöne/n Mann/Frau gefunden? Wie können wir wieder eine Sprache entwickeln, die der Schönheit des/der Geliebten und der erotischen Beziehung Ausdruck verleiht?

Thomas Schollas, Jg. 1964, ist Pastor in der Arbeitsstelle des Nordelbischen Männerforums und arbeitet schwerpunktmäßig im Bereich Entwicklung einer erfahrungsbezogenen Theologie für Männer. Ausgebildet und tätig ist er zudem als Systematischer Therapeut und Berater sowie als Gendertrainer.

 

Anmerkungen
1 Nach Lutz Heusinger, Michelangelo, Leben und Werk in chronologischer Folge, Florenz 1986
2 Sabine Horst, Constanze Kleis (Hrsg.), Göttliche Kerle. Männer, Sex, Kino Berlin 2002. In dem Band findet sich viel Bildmaterial, das gut für Gruppenarbeit zu nutzen ist
3 http://www.mps-anzeigen.de/sixcms/media.php/18/auflage_q4_2004.pdf
4 Nach einer emnid Umfrage für die Bildwoche wünschen sich 17% der befragten Männer eine Schönheitsoperation. Dabei ist das Fettabsaugen der vorrangig gewünschte Eingriff, gefolgt von der Nasenkorrektur. Die Zahl 70 000 für 2003 beruht auf Angaben der Dt. Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie
5 Harrison G. Pope jr., Katharine A. Phillips, Roberto Olivaria: Der Adonis-Komplex. Schönheitswahn und Körperkult bei Männern, München 2001
6 Dr. Christiane Fischer, Anti-Aging. Alter – eine Krankheit? Protokoll eines Vortrags auf der Veranstaltung „Mythos Jungbrunnen“ am 24.11.2004 in Göttingen, veröffentlicht im Internet.
Frank Schirmacher, Das Methusalem-Komplott, München 2004
7 Der Begriff Metrosexualität ist aus „metropolitan“ und „heterosexuell“ zusammengesetzt und wurde 1994 erstmals veröffentlicht. Er bezeichnet keine sexuelle Ausrichtung, sondern den extravaganten Lebensstil heterosexueller Männer, die sich nicht auf ein maskulines Rollenbild festlegen lassen. (vgl. ausführlicher: www.wikipedia.org)
8 Elke Achtner-Theiß, Nur für dufte Kerle. Männerkosmetik. In: Schrot&Korn November 2005, S. 38
9 Vgl. im Folgenden Robert W. Connell, Der gemachte Mann. Konstruktion und Krise von Männlichkeiten. Hg. v. Ursula Müller, VS Verlag 32006
10 Silvia Schroer, Thomas Staubli, Die Körpersymbolik der Bibel, Darmstadt 1998, S. 29
11 Ulrike Eichler, Schönheit. In: Wörterbuch der Feministischen Theologie, hrsg. von Elisabeth Gössmann u.a., 2., vollständig überarb. und grundl. erw. Aufl. Gütersloh 2002, S. 484
12 Robert Connell, a.a.O. S. 100. Connell beschreibt mit dem Begriff „patriarchale Dividende“ die Vorteile, die Männer in einer patriachalen Gesellschaft haben, auch wenn sie nicht dem vorherrschenden, hegemonialen Männlichkeitstypus entsprechend leben

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