Ausgabe 1 / 2013 Bibelarbeit von Ulrike Metternich

Ich bin bei euch alle Tage

Bibelarbeit zum Missionsbefehl Mt 28,16-20

Von Ulrike Metternich

„Gerne können Sie sich bei der Auswahl der Texte und Lieder zum Taufgottesdienst Ihres Kindes beteiligen“, sage ich zu den netten jungen Eltern, die mit ihrem Baby zum Gespräch gekommen sind. Wir suchen Lieder aus und schauen uns Bibelstellen an.

Dann erkläre ich abschließend noch kurz den gesamten liturgischen Ablauf und biete an, dass eine oder einer der Angehörigen den Taufbefehl lesen könnte. Die jungen Leute schreckten auf. „Taufbefehl? Was ist das denn?“ Ich schlage die Lutherbibel auf und lese ihnen den kurzen Textabschnitt Mt 28,16-20 vor:

16Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. 17Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten. 18Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. 19Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“

Die junge Mutter schaut mir über die Schulter und sagt: „Da steht ja Missionsbefehl! Nein, so etwas wollen wir in unserem Gottesdienst nicht hören. Die christlichen Kirchen haben in ihrer Geschichte mit ihrem Missionseifer so viel Schaden angerichtet.“ Der junge Vater pflichtet ihr bei: „Steht so ein Taufbefehl an alle Völker nicht im Widerspruch zu einer religiösen Toleranz anderen Religionen gegenüber? Wir lassen diesen Bibeltext besser aus.“

Mir stockt kurz der Atem – ich kann die Einwände aber sofort nachvollziehen. Das junge Paar sieht in diesem Text einen befehlsgewaltigen Jesus, der seine Autorität über Himmel und Erde proklamiert und dann gebietet, seine Lehre an alle Völker weiter zu geben und alle zu taufen. Die jungen Eltern haben es als einen Christianisierungsauftrag gehört. „Aber …“, will ich gerade einsetzen, da schreit das Baby auf. „Einen kleinen Moment“, bittet die Mutter. „Könnte ich bei Ihnen die Flasche aufwärmen?“ „Kein Problem, wir können gleich weiterreden, lassen Sie sich ruhig Zeit.“ Die Bibel liegt aufgeschlagen vor mir und ich überlege, wie ich das Gespräch fortsetzen kann.

Eine Auferstehungsgeschichte

Es war Luther, der in seiner Übersetzung des Neuen Testaments über die Verse Mt 28,16-20 die Überschrift „Missionsbefehl“ gesetzt hat. So hat dieses Wort Einzug speziell in die protestantische Tradition gefunden. Im griechischen Text aber gibt es gar keine Überschrift über diesen letzten fünf Zeilen, mit denen das Matthäusevangelium endet.

Das 28. Kapitel ist das Kapitel der Auferstehung. Nach der Kreuzigung (Kapitel 27) machen sich die Frauen in aller Frühe auf den Weg, um das Grab Jesu zu sehen, und finden es leer. Ein Engel verkündet den Frauen die Auferstehung. Sie bekommen den Auftrag, den Jüngern zu sagen, dass Jesus sich in Galiläa sehen lassen wird (VV. 1-8). Auf dem Weg vom Grab weg begegnen die Frauen dem Auferstandenen selbst und er wiederholt den Auftrag an sie: „Geht weiter und sagt es meinen Geschwistern, damit sie nach Galiläa aufbrechen. Dort werden sie mich sehen.“ (Mt 28,10) Die Jüngerschar tut, was die Frauen sagen, und eilt nach Galiläa. Von dieser Begegnung mit dem Auferstandenen erzählen dann die Verse Mt 28,16-20.

Wir haben also eine Auferstehungsgeschichte vor uns. Es ist die einzige nachösterliche Begegnung mit dem Auferstandenen im Matthäusevangelium. Matthäus kennt nicht den Gang der Jünger nach Emmaus (Lk 24,13-33), keine Erscheinung Jesu vor den Jüngern in Jerusalem (Lk 24,34-53), keine Diskussion mit dem ungläubigen Thomas (Joh 20,19-31) und keine Erzählung von Himmelfahrt wie in der Apostelgeschichte. Mt 28,16-20 ist somit die einzige und damit wegweisende Begegnung des Auferstandenen mit seiner Jüngerschar.

Gottesmacht und Menschenmacht

Elf Jünger, so erzählt das Matthäusevangelium, haben sich in Galiläa versammelt, da, wo alles angefangen hatte. Vielleicht waren auch noch weitere Frauen und Männer aus der Nachfolgegemeinschaft dabei, erwähnt werden sie von Matthäus nicht. Sie alle hatten ohnmächtig miterleben müssen, wie Jesus, den sie als Messias glaubten, auf grausamste Art und Weise von der römischen Militärmacht öffentlich hingerichtet worden war. Alle ihre Hoffnungen waren zerschmettert. Alle waren in Angst und Verzweiflung geflohen. Die römische Macht hatte ihr Ziel erreicht – der Sieg war vollkommen.

Und jetzt sehen sie Jesus als den Auferstandenen! Der Gekreuzigte ist von Gott auferweckt worden und steht vor ihnen. Das Matthäusevangelium beschreibt nicht, wie der Auferstandene aussieht, nicht wie er kommt, und nicht, wie er geht. Keine Geste, keine Berührung, alles ist auf die Worte des Auferstandenen konzentriert. Sie hören: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden“ oder, wie die Bibel in gerechter Sprache übersetzt: „Gott hat mir alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben.“ Derjenige, der doch ganz offensichtlich dem Spiel der Mächte dieser Welt nicht gewachsen war, der machtlos vor Pilatus gestanden hatte, dessen Handflächen noch die Einschläge der Nägel erahnen lassen, der sagt: „Gott hat mir alle Macht gegeben.“

Was für eine Aussage! Der Macht der Mächtigen wird ihr Herrschaftsanspruch abgesprochen. Es gibt eine andere Macht, die Macht der Liebe Gottes, die Kraft der Gerechtigkeit und der Barmherzigkeit, die Macht der Befreiung und der Lebensfreude in Fülle. Aus eben dieser guten befreienden Gotteskraft heraus hat – Jesus sein Leben gestaltet, aus dieser Gotteskraft heraus haben die Jünger und Jüngerinnen gelebt. Und es ist diese Gotteskraft, an die der Auferstandene seine Jüngerschar erinnert. Hier ist die lebendige, heilende und heilige Macht, für die allein zu leben sich lohnt. Gott ist auf der Seite alle derer, die sich dem Spiel der Mächte entziehen und so „verrückt“ sind zu glauben, dass die Güte stärker ist als das Unrecht, die Liebe stärker als der Tod und der Auferstandene lebt.

Aufbruchsstimmung

Die Frauen am Ostermorgen, die Jünger und Jüngerinnen werden in den Jubel der Auferstehung hineingezogen. Sie atmen auf, stehen auf und vertrauen neu der Kraft Gottes. Ein anderes Leben ist möglich, jetzt, für uns, für unsere Kinder und für alle Völker. Sie gründen kleine Gemeinden und laden alle ein. Es herrscht eine freudige Aufbruchsstimmung. Als Zeichen ihrer Überzeugung lassen sie sich taufen.

Es wird angenommen, dass die Wendung „Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ in Mt 28,19, die hier dem Auferstandenen in den Mund gelegt wird, eine in der syrischen Gemeinde des Matthäus übliche Taufformel war. Die Taufe war noch kein gewohnheitsmäßiges Ritual, sondern eine Entscheidung für ein anderes, gottgefälliges Leben in einer geschwisterlichen Gemeinschaft: füreinander da sein, miteinander die Tora lesen und sich an alles erinnern, was Jesus gesagt hat.

Was ich euch aufgetragen habe

Wenn wir in der Lutherübersetzung lesen, dass der Auferstandene sagte:
„… lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe“, dann können wir nach 2000 Jahren Kirchengeschichte fast nicht anders, als dahinter einen hierarchischen autoritären Machtanspruch zu vermuten. Doch im Munde des Gekreuzigten und Auferstandenen entfalten diese Worte eine ganz andere Qualität. Da geht es um die Ermutigung, sich auf eine andere Lebenspraxis einzulassen und den menschenverachtenden Kräften im Namen Gottes zu widerstehen.

Die Worte, die der Auferstandene auf einem Berg in Galiläa an seine Jüngerschar richtet, lassen die Erinnerung aufleben an die Worte, die Jesus im Matthäusevangelium, ebenfalls von einem Berg aus, an die ihm Nachfolgenden gerichtet hatte. Selig gesprochen hatte er diejenigen, die Leid tragen, die sanftmütig und barmherzig sind, die ein reines Herz haben, die friedfertig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden (Mt 5,3-10). Die so leben, leben nach dem Willen Gottes und sind Gottes Kinder. So hat Jesus gelebt, so wollen die Jünger und Jüngerinnen leben. Ja – so zu leben, dazu sind alle eingeladen.
Wie könnte die Welt aussehen, wenn „alle Völker“ in Frieden und Gerechtigkeit miteinander leben würden? Jesus hatte sich im Namen Gottes für ein erneuertes, menschenfreundliches Miteinander eingesetzt, das sich bewusst von den politischen Machtinteressen der Mächtigen unterscheidet: „Ihr wisst, die als Herrscher gelten, halten ihre Völker nieder, und ihre Mächtigen tun ihnen Gewalt an. Aber so ist es unter euch nicht.“ (Mk 10,42f) Diejenigen, die dem Auferstandenen begegnet sind, fassen neuen Mut, seinen Worten zu vertrauen, und richten ihr Leben neu aus nach der guten Macht Gottes, die Menschen befreit und aufrichtet.

Ich bin bei euch

„Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Dies sind die letzten Worte des Auferstandenen an seine Jüngerschar. „Ich bin bei euch.“ Mit und aus dieser Ermutigung heraus werfen die Jünger und Jüngerinnen Gott ihr Leben in die Arme. Andere mögen sie gefragt haben, ob es nicht naiv sei, im Angesicht der römischen Übermacht der Macht Gottes zu vertrauen. Auch die Gemeinde des Matthäus sah sich sicherlich dieser Frage ausgesetzt. Sie hatte die Härte des römischen Machtapparates erlebt. Es wird angenommen, dass das Matthäusevangelium nach dem jüdisch-römischen Krieg und nach der völligen Zerstörung Jerusalems 70 n. Chr. geschrieben wurde, wahrscheinlich in Syrien.

Ist es naiv, der Macht Gottes zu vertrauen im Angesicht der Machtspiele der politischen Gewalten und der globalen Wirtschaftsinteressen? Ist nicht die eigene Existenz gefährdet, wenn man nicht mitspielt? Die Frage bleibt durch die Jahrhunderte aktuell bis heute. Sie stellt sich je nach politischer und gesellschaftlicher Situation immer wieder neu. Dietrich Bonhoeffer, der sich der Macht des Naziregimes entgegenstellte, schrieb im Gefängnis in Gedichtform auf, welcher Macht er vertraute: „Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“

Wenn wir auch heute in politisch weniger brisanten Zeiten leben als Bonhoeffer, sind wir doch in anderer Art und Weise Machtinteressen und Machenschaften ausgesetzt. Wo spielen wir mit oder wo wollen wir Widerstand leisten? Vertrauen wir auf die Macht der Liebe, auf die Kraft der Freundschaft, auf Gerechtigkeit und Frieden? Glauben wir, dass unser Leben seinen Sinn und seine Erfüllung findet, wenn wir alle unsere Hoffnung, all unser Tun und Lassen in Gott gründen lassen? Allen, die es wagen, sich den guten Mächten Gottes anzuvertrauen, denen ist die Verheißung des Auferstandenen als Ermutigung zugesprochen: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Gottes Macht und Gottes Kraft trägt weiter als jede menschliche Macht es je könnte.

Zum Leben ermutigt

Mt 28,16-20 ist kein „Befehl“, sondern eine Ermutigung zum Leben, eine Ermutigung für die verzweifelte Jüngerschar, eine Ermutigung für die Gemeinde des Matthäus, eine Ermutigung für uns, „für alle Völker,“ die sich auf diesen Gott einlassen wollen. Der allerletzte Satz des gesamten Evangeliums bündelt und akzentuiert das Versprechen der bleibenden Gegenwärtigkeit Gottes. Der allerletzte Satz im Munde des Auferstanden ist sozusagen sein Vermächtnis an seine Jüngerschar: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Dies ist eine Einladung, der Güte Gottes zu vertrauen.

Die „Bibel in gerechter Sprache“ fängt mit ihrer Übersetzung diesen stärkenden Zuspruch des Auferstandenen so ein:

16Die elf Jünger wanderten nach Galiläa auf den Berg, auf den Jesus sie hingewiesen hatte. 17Und als sie ihn sahen, huldigten sie ihm, einige aber zweifelten. 18Jesus trat heran und sprach zu ihnen: „Gott hat mir alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben. 19Macht euch auf den Weg und lasst alle Völker mitlernen. Taucht sie ein in den Namen Gottes, Vater und Mutter für alle, des Sohnes und der heiligen Geistkraft. 20Und lehrt sie, alles, was ich euch aufgetragen habe, zu tun. Und seht: Ich bin alle Tage bei euch, bis Zeit und Welt vollendet sind.“

Wem vertrauen wir das Kind an?

„Hallo, hören Sie mich?“ Eine Stimme holt mich aus meinen Gedanken zurück. „Die Kleine ist jetzt satt, wir können weiterreden. Wir waren doch bei dem Taufbefehl stehen geblieben.“ „Ja“, sage ich, „aber ich denke, es ist gar kein Befehl, sondern eine ermutigende Zusage. Lassen Sie uns den Sinn des Textes von seinem letzten Satz her entdecken: Ich bin alle Tage bei euch, bis Zeit und Welt vollendet sind.“ „Das müssen Sie uns aber genauer erklären“, sagt die junge Mutter. „Gerne“, sage ich, „es geht letztendlich darum, ob wir das Kind den guten Mächten Gottes anvertrauen wollen.“ „Deshalb sind wir doch hier und reden über Taufe“, antwortet der junge Vater, „aber sind Sie sicher, dass dies der Sinn dieser Verse ist?“ „Ja“, sage ich, „ich will es Ihnen erklären, so gut ich kann …“.

Für die Arbeit mit Gruppen:

– Lutherbibel, Bibel in gerechter Sprache (oder Textkopien des gesamten 28. Kapitels des Matthäusevangeliums für alle)
– Liedblatt: „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ oder Gesangbuch
– Textblätter mit „Die Sprache der Macht“ und den Versen aus der Bergpredigt
– lange Papierstreifen, Filzschreiber
– eine dekorierte Mitte: evtl. Zeitungsartikel, die sowohl von der zerstörerischen Kraft als auch von der heilenden Kraft menschlichen Tuns berichten; wichtig: kein Übergewicht der negativen Schlagzeilen
Alle Kopiervorlagen sind für AbonnentInnen unter www.ahzw-online.de / Service zum Herunterladen vorbereitet.

Der erste Eindruck
– Lesen des Textes Mt 28,16-20 nach Luther
Impulsfragen: Was ist die Aussageabsicht des Textes?
Wie würden Sie die Rolle Jesu beschreiben?
Welche Fragen und Anmerkungen haben Sie?
Murmelgruppen von zwei bis drei Nachbarinnen – dann Auswertung in der Gruppe

Information und Diskussion:
Eine Auferstehungsgeschichte
– Die Gruppe wird gebeten, den Text im Zusammenhang des Matthäusevangeliums wahrzunehmen. Wann spricht Jesus diese Worte? An welcher Stelle
im Evangelium steht der Text?

– Die Abschnitte „Eine Auferstehungsgeschichte“ und „Gottesmacht und Menschenmacht“ werden vorgelesen.

Fragen zur Diskussion: Von welcher „Macht“ spricht der Auferstandene? Wie würden wir diese Kraft Gottes mit unseren Worten beschreiben?

Aufstehen und singen
Von guten Mächten wunderbar geborgen

Information und Übersetzungsvergleich
– Der Abschnitt „Zum Leben ermutigt“ wird vorgelesen.

– Impuls: Wie wirkt Mt 28,16-20 in der Übersetzung der BigS im Vergleich zu Luther?

Aktion
Wir leben in einer Welt, in der sowohl die Mächte der Zerstörung als auch die guten Mächte Gottes am Werk sind. In Mt 28,16-20 ermutigt uns der Gekreuzigte und Auferstandene, auf die gute Kraft Gottes zu vertrauen. Vertrauen will erlernt, erprobt, erfahren werden. Um auf die Macht des Guten zu vertrauen, brauchen wir Geschichten, die uns aufrichten und ausrichten.

Sie bekommen jetzt zwei Texte – der eine illustriert das herrschende Machtspiel, der andere ist Ihnen bekannt: Es sind Verse aus der Bergpredigt Jesu. Ich bitte Sie nun, in kleinen Gruppen zu arbeiten. Suchen Sie sich eine Zeile aus dem Text „Die Sprache der Macht“ heraus und konfrontieren Sie ihn mit einer Zeile aus der Bergpredigt.

Sie haben jetzt 15 Min. Zeit: Bitte schreiben Sie Ihre beiden Sprüche auf einen dieser Papierstreifen und legen ihn nach der Gruppenarbeit in die Runde. Bitte begründen Sie, warum Sie diese Auswahl getroffen haben.

Wenn Sie eine Geschichte oder eine Erfahrung weitergeben wollen, wo die guten Mächte Gottes aktiv waren, dann erzählen Sie diese. Vielleicht haben Sie auch Lust, Ihre Idee ohne Wort mit einer Pantomime zu verdeutlichen?

Auswertung und Präsentation

Abschluss
noch einmal singen:
„Von guten Mächten …“

Texte:
Die Sprache der Macht
Mein ist die Macht, sagt das Geld, ohne mich kannst Du nichts tun.
Mein ist die Macht, sagt der Erfolg, ohne mich bist Du ein Nichts.
Mein ist die Macht, sagt die Politik, ohne mich geht nichts.
Mein ist die Macht, sagt die Gewalt,
ich beherrsche alles
Mein ist die Macht, sagt die Waffe,
ich bestimme den Sieg.
Mein ist die Macht, sagt der Hass,
ich lenke die Herzen der Menschen.
Mein ist die Macht, sagt die Karriereleiter,
ohne mich bleibst du immer unten.
Mein ist die Macht, sagt der Wettbewerb,
mit mir gewinnst du die Welt.

Worte Jesu aus der Bergpredigt
Mt 5,3 Selig sind die Armen, denen sogar das Gottvertrauen genommen wurde, denn ihnen gehört Gottes Welt.

Mt 5,4 Selig sind die Trauernden, denn sie werden getröstet werden.

Mt 5,5 Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben.

Mt 5,6 Selig sind die, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie werden satt werden.

Mt 5,7 Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erfahren.

Mt 5,8 Selig sind die, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott sehen.

Mt 5,9 Selig sind die, die für den Frieden arbeiten, denn sie werden Töchter und Söhne Gottes heißen.

Mt 5,10 Selig sind die, die verfolgt werden, weil sie die Gerechtigkeit lieben, denn ihnen gehört Gottes Welt.

Dr. Ulrike Metternich, geb. 1957, ist feministisch-sozialgeschichtliche Exegetin. Sie war Theologische Referentin der Frauenarbeit der EKBO. Nach einem mehrjährigen Aufenthalt in den USA lebt sie heute wieder in Berlin und arbeitet als Studienleiterin innerhalb der Frauenarbeit des Amts für kirchliche Dienste der EKBO auf einer Projektstelle zur Entwicklung eines „Glaubenskurses in geschlechterbewusster Theologie“.

Ausgabenarchiv
Sie suchen eine Ausgabe?
Hier entlang
Suche
Sie suchen einen Artikel?
hier entlang